Was ist ein Schiedsverfahren?

Konferenz
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10. Juli 2025

Das Schiedsverfahren ist eine Alternative zum Gerichtsverfahren, bei dem die Parteien selbst einen oder mehrere Schiedsrichter auswählen, die über den Streitfall entscheiden. Es ist ein privates, flexibles und oft schnelleres Verfahren als ein herkömmlicher Rechtsstreit, der, wenn auch unterschiedlich, oft 6-12 Monate dauert.

Schiedsverfahren eignen sich besonders gut für kommerzielle und internationale Kontexte, in denen Schnelligkeit, Vertraulichkeit und Fachwissen entscheidend sind. Die Parteien haben eine größere Kontrolle über das Verfahren und vermeiden die öffentliche Kontrolle.

Wie kann man ein Schiedsverfahren beantragen?

Der Antrag wird in Übereinstimmung mit der zuvor von den Parteien vereinbarten Schiedsklausel gestellt. In der Regel wird ein Institut wie das Schiedsinstitut der Stockholmer Handelskammer (SCC) kontaktiert und die Vereinbarung sowie eine kurze Beschreibung des Streitfalls beigefügt.

Wie läuft das Schlichtungsverfahren ab?

  • Vereinbarung: Die Parteien nehmen eine Schiedsklausel in ihre Vereinbarung auf.
  • Antragstellung: Eine Partei leitet das Verfahren bei einer Schlichtungsstelle oder nach Vereinbarung der Parteien ein.
  • Ernennung: Die Schlichter werden ernannt.
  • Briefwechsel: Die Parteien legen Ansprüche und Beweise vor.
  • Anhörung: Es finden eine oder mehrere mündliche Anhörungen statt.
  • Schlichtung: Es ergeht eine Entscheidung, mit der der Fall abgeschlossen wird.

In welchen Situationen ist ein Schiedsverfahren besser als ein Gerichtsverfahren?

Ein Schiedsverfahren ist besser als ein Prozess:

  • wenn es auf die Geschwindigkeit ankommt
  • bei komplexen Handelsstreitigkeiten
  • wenn die Parteien um Vertraulichkeit bitten
  • im internationalen Geschäftsverkehr mit unterschiedlichen Rechtssystemen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Schiedsgerichtsverfahren und einem Gerichtsverfahren?

Im Gegensatz zur öffentlichen Gerichtsverhandlung, die in der Regel öffentlich ist, ist das Schiedsverfahren ein privates und vertrauliches Verfahren, bei dem die Parteien ihre Schiedsrichter, häufig Experten auf dem betreffenden Gebiet, selbst ernennen, während das Gericht einen Richter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ernennt.

Das Schiedsverfahren ist flexibler, und die Parteien können weitgehend selbst bestimmen, wie es abläuft. Im Gegensatz dazu folgen Gerichtsverfahren streng geregelten Verfahren. Schiedssprüche sind bindend und können im Prinzip nicht angefochten werden, was einen schnellen Abschluss, aber weniger Möglichkeiten zur Korrektur ermöglicht. Vor Gericht besteht normalerweise die Möglichkeit, Berufung bei höheren Gerichten einzulegen.

Was den Zeitaufwand anbelangt, so ist ein Schiedsverfahren oft wesentlich schneller, und viele Fälle werden innerhalb eines Jahres beigelegt, während Gerichtsverfahren länger dauern können, vor allem wenn der Fall angefochten wird.

Vor- und Nachteile der Schiedsgerichtsbarkeit

Vorteile der Schlichtung

  • Ein Schiedsverfahren ist schneller und effizienter als ein Gerichtsverfahren.
  • Das Verfahren ist in hohem Maße geheim, da es nicht öffentlich ist.
  • Die Parteien können Sachverständige als Schiedsrichter bestellen.
  • Große Flexibilität bei Organisation und Zeitplan.
  • Der Schiedsspruch ist verbindlich und kann nur schwer angefochten werden.

Nachteile der Schiedsgerichtsbarkeit

  • Ein Schiedsverfahren kann kostspielig sein, da die Parteien die gesamten Kosten tragen.
  • Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, Rechtsmittel einzulegen.
  • Schiedssprüche schaffen keine Präzedenzfälle, da sie nur zwischen den Parteien gelten und keinen Einfluss auf die künftige Rechtsprechung haben.

Was ist beim Erlass eines Schiedsspruchs zu beachten?

  • Der Vertrag muss eine gültige Schiedsklausel enthalten.
  • Wählen Sie kompetente Schlichter.
  • Bereiten Sie Unterlagen und Beweise sorgfältig vor.
  • Wählen Sie einen Ort, der den Anforderungen an die Vertraulichkeit und die Logistik des Prozesses entspricht.

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